Mein Schmuck wird geölt. Warum?

Ich werde öfters gefragt wie ich die Oberflächen meines Schmucks behandle und möchte euch das hier vorstellen:

Industriell gefertigte Holzgegenstände sind oft lackiert. Hierbei wird die Oberfläche durch eine Kunststoffschicht versiegelt. Das Verfahren ist günstig und lässt sich in hohen Stückzahlen produzieren. Solange die Lackschicht intakt ist, wird das Holz vor Nässe, Flüssigkeiten und Verschmutzungen geschützt.
ABER:
Wird die Oberfläche beschädigt, kann Wasser eindringen, das Holz quellen und den Lack reißen lassen. Zusätzlich enthalten Lacke Lösemittel und andere chem. Zusatzstoffe, die Umwelt und Gesundheit belasten.

Foto(2)

Anders ist es beim Ölen. Bei diesem altem Verfahren wird das Öl in die Holzfasern der Oberfläche eingebracht. Das Öl trocknet nach kurzer Zeit im Holz aus und bildet somit keine Schicht, die auf dem Holz liegt. Es kann also „atmen“ (Luftfeuchtigkeit aufnehmen und abgeben). Öl pflegt das Holz und lässt Wasser und Schmutz nicht so leicht eindringen. Zusätzlich „feuert“ es das Holz an. Das heißt, dass die Maserung stärker zum Ausdruck kommt und das Holz etwas dunkler wird. („Nasseffekt“, wird Holz nass gemacht, sieht es in etwa so aus, wie nach dem Ölen.)

Durch den abschließenden Feinschliff entsteht eine seidige, natürliche Holzoberfläche.

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